Beim traditionellen Wasserfall-Modell des Software-Engineering nach Ion Sommerville folgt ein Entwicklungsschritt auf den anderen und hat den großen Nachteil, dass der Test erst am Ende des Entwicklungsprozesses erfolgt. Zu diesem Zeitpunkt sind Änderungen jedoch nur noch mit hohem Aufwand und hohen Kosten möglich.
Das Einbeziehen von Endbenutzern in die Entwicklung war nicht vorgesehen. Es ist zwar für jede Projektphase ein Evaluationsschritt eingeplant mit möglichem Schritt zurück in die vorherige Phase, aber diese Evaluation bezieht sich nur auf das technische Konzept, nicht auf die Benutzerorientierung.
Vereinfachte Version des Wasserfall-Modells für Software-Design und –Entwicklung nach Sommerville: Dennoch bietet auch das Wasserfall-Modell einige Vorteile und ist noch immer die Grundlage für viele Auftragsstandards in Behörden und Industrie:

- Alle Prozessphasen sind eindeutig definiert und deutlich voneinander separiert
- Einfach verständlicher und zügiger Arbeitsablauf
- Nur geringe Koordination durch ein übergeordnetes Projektmanagement notwendig
