Tracking (Eye-/Mouse-)

Februar 9th, 2010

Mittels einer Augenkamera können die Blickbewegungen eines Probanden aufgezeichnet werden. Diese Eye Tracking genannte Methode erfasst mit Hilfe von zwei Objektiven das Blickfeld der Testperson und die Bewegung der Hornhaut. Die Blickbewegung des Benutzers verrät mit der Abfolge der Blicke auch die Reaktionszeit, die er braucht, ein Ziel als solches zu erkennen.

Alternativ kann auch das Mouse Tracking angewandt werden. Hierzu werden die Mausbewegungen des Probanden aufgezeichnet. Um aussagekräftige Testergebnisse zu bekommen, sollten die Aufzeichnungen der Mausbewegung mit der Think-Aloud-Methode kombiniert werden. Dadurch wird es möglich, die gemessenen Werte mit den Beurteilungen der Probanden in Verbindung zu setzen.

Thinking-Aloud-Methode

Februar 9th, 2010

Dieses Verfahren findet häufig bei der formativen Evaluation seine Verwendung.

Zwischen drei bis fünf Nutzer werden gebeten, während einer Aufgabenbewältigung ihre Überlegungen, Probleme und ihre jeweiligen Handlungsalternativen laut vor sich her zu sagen. Diese „freie Exploration“ ist besonders dann hilfreich, wenn ein genereller Eindruck vom System vermittelt werden soll.

Es wird sofort ersichtlich, an welchen Stellen der Nutzer das im System verfolgte Konzept zur Benutzungsschnittstelle falsch interpretiert und warum diese Fehlinterpretation aufgetreten ist.

Die Thinking-Aloud-Technik kann einfach und kostengünstig zu jedem Zeitpunkt des Entwicklungsprozesses eingesetzt werden.

Quelle: (Nielsen 1993:224), (Lin et al. 1997, Nielsen 1993:195-198), (Bortz & Döring 2002:233-236)

Task- / Aufgabenanalyse

Februar 9th, 2010

Die Aufgabenanalyse verfolgt die Zielstellung, aus dem unbekannten Nutzer einen „gläsernen Nutzer“ für den Entwickler zu machen. Die Ergebnisse der Aufgabenanalyse bilden die notwendige Grundlage, um mit dem nutzerzentrierten Entwurf beginnen zu können. Um die Methoden der Aufgabenanalyse anwenden zu können müssen Informationen bezüglich des Produkts, der Zielgruppe und des Nutzungskontexts bereits vorliegen. Folgende Methoden der Aufgabenanalyse werden nach Heinsen (2003) als besonders wesentlich erachtet:

  • Informationsanalyse (Informationssammlung zu allen Bereichen des Produkts/Systems und der Nutzer)
  • Beobachtung (Gedächtnisprotokolle und Videoaufzeichnungen)
  • Datenerhebung durch Verhaltensmessung (Logfile-Protokollierung)
  • Interview (offene und strukturierte Interviews)
  • Fragebogen (offene und geschlossene Fragestellungen)
  • Strukturlegetechniken (Erfassung der Nutzersicht auf das Produkt/System)
  • Fokusgruppen (Gruppendiskussionen, Gruppeninterviews oder Workshops mit 6 bis 10 Teilnehmern, die von einem Moderator geleitet werden)
Quelle: Heinsen (2003)