Star-Lifecycle-Modell

Februar 18th, 2010

Usability-EngineeringUsability-Engineering mit früher Evaluation ist die einzig praktikable Vorgehensweise auf dem Weg zur bedienungsfreundlichen Software.

Deshalb empfehlen Preece und Kollegen, den Designprozess iterativ zu gestalten, das heißt, sich schrittweise der optimalen Lösung zu nähern, um die Benutzer besser in den Prozess zu integrieren. Im nachfolgenden Modell von Hix & Hartson wurde dies realisiert.

Star Lifecycle Modell - Hix & Hartson
Evaluation als zentrale Komponente ist in allen Phasen des Designprozesses relevant und nicht erst an dessen Ende, wie es das Wasserfall-ModellWasserfallmodell impliziert.
Im konzeptuellen Design ist festgelegt, für welche Aufgaben das System verwendet wird, welche Daten notwendig sind und was Benutzer wissen müssen, um mit dem System arbeiten zu können. Das formale Design befasst sich mit der physischen Realisierung des konzeptuellen Designs.
Quelle: nach Hix & Hartson

Szenario-based-Development Process

Februar 18th, 2010

Kern dieses Prozesses sind Szenarien, die Analyse und Design der Benutzung repräsentieren. Es enthält folgende Phasen:

Szenario Based Development Process
  • Die Vorgehensweise ist iterativ. Die Szenarien des Prozesses beschreiben das System aus Sicht des Benutzers sowie dessen Ziele, Vorgehensweisen und Reaktionen.
  • Parallel zu diesen Szenarien werden sog. Claims entwickelt. Claims bezeichnen die Begründung für ein bestimmtes Design, stellen dessen Vor- und Nachteile dar, und sollen die Gestaltung weiter anregen, indem sie eine Verbindung zwischen Theorie und Praxis herstellen.
  • Die in einem Szenario angesprochenen Elemente werden zusammen mit ihren anzunehmenden Vor- und Nachteilen aufgelistet. Überwiegen die Nachteile, so sollte das Element verworfen werden. Dies hilft dabei, die einzelnen Auswirkungen eines Elements auf die Gebrauchstauglichkeit eines Systems zu erkennen.
  • Der Scenario-based Development Prozess ermöglicht Kompromisse, ist dadurch flexibel und hat den Vorteil, dass rationale Designentscheidungen auf Basis von Vor- und Nachteilen einzelner Designelemente gefällt werden können. Nachteilig ist, dass nur der Aspekt des Software-Engineering betrachtet wird, der sich mit der Benutzerschnittstelle auseinandersetzt.

Struktur-Usability

Februar 10th, 2010

Alle Navigationselemente und Links zwischen den Seiten sind vorhanden, erkennbar und als solche auch wahrnehmbar. Dadurch entsteht ein bestimmter Flow, der über einen Eingang in die Website die Verfolgung bestimmter Ziele und Zwecke ermöglicht (EffektivitätEffektivität). Der Flow ist durch den Nutzer eindeutig zu erkennen. Die Navigation und Verlinkung muss den Erwartungen des Users entsprechen. Dabei sind Rückschritte möglich und der User weiß bei jedem Schritt, wo er sich befindet (EffizienzEffizienz). ZufriedenheitZufriedenheit stellt sich beim Nutzer ein, wenn beispielsweise verschiedene Wege und Orientierungsmöglichkeiten angeboten werden oder die Erwartungen des Nutzers auf andere Weise übertroffen werden.

Styleguide

Februar 10th, 2010
Ein Styleguide gibt die Regeln vor, nach denen eine interaktive Anwendung, wie z.B. eine Web-Site gestaltet wird. Dadurch werden Fehler bei späteren Adaptionen und Erweiterungen vermieden, und ein einheitliches Interaktiv-Markenbild wird geschaffen.

Szenario-Entwicklung

Februar 10th, 2010

Szenarien spezifizieren, wie Nutzer ihre Aufgaben mit der Software in einem bestimmten Kontext ausführen. Dabei spielen Überlegungen eine Rolle, wie die zukünftigen Nutzer mit der Anwendung umgehen werden und was in welcher Reihenfolge getan wird.

Ziel dieses formativen Verfahrens ist es, eine umfassende Sicht auf ein Szenario oder einen Entwurf zu entwickeln, in dem die positiven und negativen Effekte berücksichtigt werden bzw. das „Für“ und „Wider“ systematisch in den Gestaltungsprozess einfließen. Die Evaluation besteht also eher darin, einen möglichst umfassenden Blick zu entwickeln.

Folgende Schritte werden bei der Anforderungsanalye eines Szenarios durchlaufen:

  • Identifizieren von relevanten Eigenschaften einer Nutzungssituation oder eines Entwurfs. 
  • Zu jeder dieser Eigenschaften werden die potenziellen positiven und negativen Effekte auf die relevanten Benutzergruppen beschrieben.

 

Quelle: (Machate, Burmester, 2003)

Scanning

Februar 10th, 2010

Bildschirmarbeit ist nicht besonders gesund und relativ anstrengend. Laut Nielsen lesen die Nutzer die Seiten gar nicht, sondern überfliegen (scannen) die Texte, d. h., sie versuchen rasch zu ermitteln, ob der Text für sie relevant ist, und drucken ihn dann häufig aus, um ihn auf dem Papier zu lesen.

Wenn Scannability zur obersten Regel erhoben wird, dann regieren kurze Absätze mit fettgedruckten Überschriften das Gesamtbild. Textseiten mit einer hohen Informations-Ersichtlichkeit sind die Folge.