Interview

Februar 10th, 2010

(von Befragung)

Zur Durchführung eines Interviews muss die Software oder Website im Vorfeld vom Versuchsleiter begutachtet werden, um auf mögliche Schwachstellen in der Befragung einzugehen.

Wenn die Anzahl der Probanden nicht zu groß ist, ist das Interview eine gute Technik um Meinungen und Einstellungen herauszufinden. Der Aufbau eines Interviews reicht von einer festen Vorgabe von Fragen und möglichen Antworten (strukturiertes Interview) bis hin zum unstrukturierten Interview, in dem nur ein thematischer Rahmen vorgegeben ist und die Gesprächsführung offen bleibt.

Flexibilität, Spontanität und auch nonverbale Reaktionen (Gesten, Lachen) des Probanden sind die Vorteile dieser Methode, wobei darauf zu achten ist, dass der Einfluss des Interviewers möglichst gering gehalten wird.

Informationsarchitektur

Februar 10th, 2010

Die drei wesentlichen strukturellen Bestandteile der Informationsarchitektur sind die Organisation, die Auszeichnung, die Navigation und ihre Wechselwirkungen untereinander.
Die Organisation beschäftigt sich mit der Ordnung der verschiedenen Inhalte und ihrer Sortierung in sinnfällige Bereiche. Die Auszeichnung vergibt im Organisationsprinzip die richtigen Namen (Labeling) und Bezeichnungen. Die Navigation organisiert dann die Wege durch die einzelnen Informationshappen und Bereiche.

Die drei vorher beschriebenen Bestandteile sollen einen Ort erschaffen, in dem sich der Benutzer bewegen kann. Es entsteht ein virtueller Erlebnisraum, der assoziativen Zugriff gewähren soll. Dieser virtuelle Raum ist vergleichbar mit der Vorstellung eines bestimmten realen Bereiches, der im Gehirn gespeichert wird, um sich dann einfach darin bewegen zu können. Man muss nicht mehr bewusst überlegen, wie man von A nach B kommt, es existiert dann eine virtuelle Landkarte.

Die Art verortet die Arbeit des Informationsarchitekten zwischen den beiden Bereichen Kunst und Wissenschaft. Der Informationsarchitekt muss wissenschaftlich analytisch, aber auch künstlerisch synthetisch vorgehen. Die Mittel, die er dabei anwendet, stammen aus der Architektur und dem Design. Diese beiden Disziplinen stammen ebenfalls aus dem Graufeld zwischen Wissenschaft und Kunst. Diese Disziplinen haben in ihrer langen Geschichte Verfahren entwickelt Informationen in eine Gestalt zu gießen. Architekten formen mit einem Raum nicht nur ein reales Gebilde, sie gestalten damit auch Informationen. Damit sind diese Verfahren ideal, um sie auf die Welt des Internets anzuwenden.

Quelle: (Information architecture, Louis Rosenfeld, 2002)

Interaktive Medien

Februar 10th, 2010

Als interaktiv bezeichnet man alle Medien, die sich von linearen Medien wie Filmen, Büchern oder Tonaufnahmen unterscheiden. Sie bieten die Möglichkeit aktiv in das Geschehen einzugreifen. Diese Dialogmöglichkeiten überlassen es dem User, selbst zu bestimmen, was als nächstes geschieht.

Ein Interaktiv-Dienstleister bietet die Konzeptionierung und Erstellung solcher Medien an.

Implementierung

Februar 10th, 2010
Als Implementierung bezeichnet man die Umsetzung einer Software-Struktur mittels einer ausgewählten Programmiersprache in ein ausführbares Programm.

ISO 9241

Februar 10th, 2010

Die Normenreihe ISO 9241 beschreibt Anforderungen an die Arbeitsumgebung, Hardware und Software. Ziel der gesamten Richtlinie ist es, gesundheitliche Schäden beim Arbeiten am Bildschirm zu vermeiden und dem Benutzer die Ausführung seiner Aufgaben zu erleichtern.

Die Gebrauchstauglichkeit (Usability) einer Software ist vom Nutzungskontext abhängig. Im Teil 11 der ISO 9241 werden drei Leitkriterien für die Gebrauchstauglichkeit einer Software bestimmt:

 

Die ISO-Kriterien zur Gestaltung von Dialogen und Mensch-Computer-Schnittstellen sehen folgende Grundsätze vor.

  • Aufgabenangemessenheit – geeignete Funktionalität, Minimierung unnötiger Interaktionen
  • Selbstbeschreibungsfähigkeit – Verständlichkeit durch Hilfen / Rückmeldungen
  • Steuerbarkeit – Steuerung des Dialogs durch den Benutzer
  • Erwartungskonformität – Konsistenz, Anpassung an das Benutzermodell
  • Fehlertoleranz – Intelligente Dialoggestaltung zur Fehlervermeidung steht an erster Stelle; ansonsten: erkannte Fehler verhindern nicht das Benutzerziel, unerkannte Fehler: leichte Korrektur
  • Individualisierbarkeit – Anpassbarkeit an Benutzer und Arbeitskontext
  • Lernförderlichkeit – Anleitung des Benutzers, Erlernzeit minimal, geeignete Metaphern
Quelle: ISO 9241

Interaktivität

Februar 10th, 2010

Als interaktiv lassen sich alle Dialoge zwischen Mensch und Maschine bezeichnen, die sowohl wechselseitig sind, als auch verschiedene Auswahlmöglichkeiten zulassen.

Interaktivität ist gegeben, sobald diversen Abfrage- und Beeinflussungsmöglichkeiten seitens des Users, der jederzeit den Ablauf modifizieren kann, zur Verfügung stehen. Dies trifft bei einer reinen Informationsbereitstellung nicht zu.

Kritisch betrachtet kommt wirkliche Interaktivität aufgrund fehlener künstlicher Intelligenz heutzutage bei der Mensch-Maschine-Kommunikation (noch) nicht zustande.