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Heuristische Evaluation

Die Heuristische Evaluation nach Nielsen (1993) ist ein pragmatisches und kostenorientiertes Verfahren, bei dem sich mehrere Ergonomieexperten mit einer vorgegebenen Benutzungsschnittstelle auseinandersetzen. Die Eigenschaften des Interfaces werden mit einem Satz allgemein anerkannter Gestaltungsgrundsätze (HeuristikenHeuristiken) verglichen und Verletzungen dieser Prinzipien als (potenzielle) Nutzungsprobleme dokumentiert.

Die Vorteile dieser Methode liegen in ihrer Einfachheit und Schnelligkeit. Mit einer geringen Zahl an Evaluatoren kann ein großer Teil der Nutzungsprobleme identifiziert werden. Die Nachteile bestehen darin, dass die Gutachter nicht die wirklichen Benutzer sind. Deshalb ist diese Form der Evaluation während früher Stadien des Designs im Rahmen einer Produktentwicklung zu empfehlen (z.B. Bewertung von Storyboards, Designstudien oder Papier-Prototypen), wenn die Ergebnisse hauptsächlich an das eigene Entwicklungsteam zurückfließen.

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