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Heuristiken

Nach Nielsen und Molich lassen sich ein Großteil der Usability-Probleme einer Website in folgende 10 Richtlinien zusammenfassen.

  • Sichtbarkeit des Systemstatus – “Provide feedback”:Der Anwender sollte ständig darüber informiert sein/werden, was gerade geschieht und muss vom System entsprechende Rückmeldungen erhalten.
  • Übereinstimmung zwischen dem System und der realen Welt – “Speak the users language”: Die Anwendung muss sich an Worten, Phrasen und Konzepten orientieren, die dem Anwender vertraut sind, also sozusagen “seine Sprache sprechen”.
  • Benutzerkontrolle und -freiheit – “Provide clearly marked exits”: Dem Anwender müssen “Notausgänge” geboten werden, um eine unerwünschte Aktion rückgängig machen zu können oder einen versehentlich rückgängig gemachte Zustand wiederherstellen zu können. Beispiel: Rückgängigmachen der letzten Aktion, Wiederholung der letzten Aktion.
  • Konsistenz und Standards – “Be consistent”: Begriffe und Funktionen sollten konsistent verwendet werden. Beispiel: gleiche Bezeichnungen für gleiche Funktionen.
  • Fehlerverhütung – “Prevent errors”: Das Design sollte Fehler möglichst gar nicht erst aufkommen lassen (vgl. Fehlertoleranz/-behebbarkeitFehlertoleranz – Fehleingaben sollten durch keinen oder minimalen Aufwand behebbar sein)
  • Wiedererkennen, statt sich erinnern – “Minimize user memory load”: Objekte, Optionen und Aktionen sollten sichtbar, Instuktionen leicht auffindbar sein um den Benutzer nicht dazu zu zwingen sich an früher angezeigte Informationen erinnern zu müssen.
  • Flexibilität und Effizienz der Benutzung – “Provide shortcuts”: Der Benutzer sollte häufig auftretende Aktionen anpassen können, um eine schnellere Bedienung zu ermöglichen.
  • Ästhetik und minimalistisches Design – “Simple an natural dialog”: Der Anweder sollte nicht mit Inforamtionen “überfrachtet” werden, irrelevante Informationen sind zu vermeiden, um die Orientierung und Aufmerksamkeit des Benutzers nicht fehlzuleiten.
  • Hilfe beim Erkennen, Diagnostizieren und Beheben von Fehlern – “Good error messages”: Fehlermeldungen sollten eine präzise Problembeschreibung geben und konstruktive Lösungen vorschlagen. Beispiel für schlechte Fehlermeldungen: kryptische Fehlercodes.
  • Hilfe und Dokumentation: Hilfsinformationen sollten leicht auffindbar sein, der Situation angepasst und konkrete Lösungsschritte nennen und außerdem so knapp wir möglich sein, um dem Anwender eine “schnelle” Übersicht zu geben.

 

Quelle: Nielsen & Molich (1990)
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